Museen



Insgesamt befinden sich mehr als 240 Museen in London. Behandelt werden verschiedenste Wissensgebiete, von klassischen Inhalten wie Kunst oder Geschichte über ausgefallenere Themen wie Magie oder Musikinstrumente bis hin zu typischen Londoner Anliegen wie das London Canal Museum oder das London Fire Brigade Museum ist alles vertreten. Zu sehen sind zudem Museen, die das Wirken berühmter Persönlichkeiten thematisieren, so etwa das Keats House oder das Charles-Dickens-Museum. Anders als in Deutschland verlangen die meisten Londoner Museen keine Eintrittsgebühren und bieten oftmals sogar kostenlose Führungen an. Dies ist sicherlich mit ein Grund, warum die Museen der Stadt derart gut besucht sind. Mit dem British Museum befindet sich sogar das 2011 zweitmeistbesuchte Museum der Welt in London, geschlagen nur vom Pariser Louvre.

Das British Museum ist jedenfalls einen Besuch wert, punktet es doch mit seinen großartigen Sammlungen und der großen Menge an Artefakten. Zu den berühmtesten Ausstellungen zählen die Elgin Marbles, eine herausragende Sammlung von Marmorskulpturen aus dem Parthenon in Athen sowie die Ägyptische Sammlung, die neben Statuen, Mumien und Sarkophagen auch den berühmten Rosettenstein, der einst zur Entschlüsselung der antiken Hieroglyphen diente, beherbergt. Sehenswert sind auch die assyrische Ausstellung, die unter anderem Reliefarbeiten aus den Palästen Nimruds, Khorsabads und Ninives zeigt sowie die Sammlung von Münzen und Medaillen, griechischen und römischen Antiquitäten oder jene über Afrika, Asien, Amerika und Ozeanien.

Museen in London
Mehr als 240 Museen aus den verschiedensten Sparten gibt es in London

Die nächsten beiden Plätze in der Beliebtheitsskala belegen zwei Galerien. Platz 2 geht an die Tate Gallery of Modern Art, die sich seit dem Jahre 2000 in einem ehemaligen Kraftwerk direkt am Südufer der Themse befindet. Ausgestellt werden Meisterwerke des 20. und 21. Jahrhunderts, wie etwa von Ausnahmekünstlern wie Henri Matisse, Salvador Dalí, Mark Rothko oder auch Andy Warhol und Roy Lichtenstein. Platz 3 belegt die National Gallery, die ebenfalls eine umfangreiche Sammlung höchst wertvoller Kunstwerke beherbergt. Im Falle der National Gallery stammen die Gemälde und Porträts aber aus dem 13. bis 19. Jahrhundert. Vertreten sind die besten Maler ihrer Zeit: Leonardo Da Vinci, Michelangelo, Rembrandt, Monet, Renoir, van Gogh sowie die britischen Künstler William Turner und John Constable.

Südlich des Hyde Parks befinden sich zwei ebenfalls sehr beliebte Museen: das Victoria and Albert Museum sowie das Sciene Museum. Erstgenanntes ist ein Kunstgewerbemuseum und präsentiert 3.000 Jahre Menschheitsgeschichte mit mehr als 4,5 Millionen Ausstellungsstücken wie Bildern, Fotos, Textilien, Keramik oder auch Juwelen. Im Science Museum wiederum dreht sich alles um Technik, Medizin und Wissenschaft. Mit Experimentierzonen und dem 3D-IMAX-Kino sind hier auch Familien bestens aufgehoben.